Montag, 14. Oktober 2019

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Hirschhorn 2019

Los ging es Freitag Nachmittag um 16:00 Uhr. Mit den nötigen Übernachtungsutensilien im Gepäck wurde sich am Feuerwehrgerätehaus getroffen. Nachdem die Schlafräume zugewiesen und mit Feldbetten eingerichtet waren, erfolgte der offizielle Dienstantritt mit Begrüßung durch Wachleiter Josef Beisel. Nach kurzer Erläuterung zum groben Ablauf ging es in der Fahrzeughalle mit der Fahrzeugübernahme und Prüfung der Gerätschaften weiter. Hierbei galt es zu überprüfen, ob alle Fahrzeuge in einsatzfähigem Zustand und alle Geräte richtig und vollständig verlastet sind. Im Anschluss daran stand Zeit zur Vorbereitung des Abendessens zur Verfügung. Während noch fleißig Zwiebeln, Tomaten und Gurken für die geplanten Burger geschnippelt wurden, kündigte das Piepsen der zuvor ausgeteilten Melder den ersten Einsatz des Abends an. Schnell wurden die Fahrzeuge besetzt und in Richtung Slipanlage Hirschhorn gestartet. An der Einsatzstelle angekommen stellte sich das Szenario wie folgt dar: Ein PKW mit zwei Insassen war von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Das verunfallte Fahrzeug verlor in Folge dessen massiv Betriebsstoffe (simuliert durch Lebensmittelfarbe). Nach erster Erkundung durch den Einsatzleiter übernahm die Besatzung des RW-S das Auffangen der auslaufenden Flüssigkeiten mit Bindemittel während die Besatzung des LF10 KatS die Rettung der sich noch im Fahrzeug befindlichen Insassen übernahm. Nach erfolgreicher Rettung konnte ca. 1,5 h später die Rückfahrt zum Feuerwehrgerätehaus angetreten werden, wo das Abendessen ja noch in seinen Vorbereitungen wartete. Nachdem alle hungrigen Bäucher gestopft und die Reste des Abendessens aufgeräumt waren, wurde zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen. Doch viel Zeit zum Ausruhen fand sich nicht. Während alle gespannt den Einsätzen der Serie „Feuer und Flamme“ folgten, kündigte sich abermals ein Einsatz über den Melder an. Schon auf der Anfahrt von weitem erkennbar handelte es sich diesmal um ein Feuer. Nach näherer Erkundung stand fest, dass es sich um einen Palettenstapel handelte. Dieser brannte lichterloh. Schnell musste also eine Wasserversorgung aufgebaut und erste Löschmaßnahmen mit eigens für die Jugend gebastelten Atemschutzgeräteattrappen eingeleitet werden. Hier durfte jeder mal ans Strahlrohr und gemeinsam hatte man das Feuer schnell im Griff. Gegen 00:00 Uhr konnte die Rückfahrt in Richtung Feuerwehrhaus angetreten werden. Dort angekommen musste noch aufgeräumt und die Fahrzeuge wieder in einsatzbereiten Zustand versetzt werden, bevor sich alle wohlverdient in ihren Betten zur Ruhe legen konnten.

Der nächste Tag startete früh um 7:30 Uhr. Nach dem Motto „Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“ ging es nach dem Wecken direkt los zum Dienstsport. Anschließend traf man sich zum gemeinsamen Frühstück um Energie für den bevorstehenden Tag zu tanken. Gegen 09:30 Uhr wurde zu einem ausgelösten Heimrauchmelder alarmiert. Am Objekt angetroffen wurde eine Rauchentwicklung im Bereich des Kellers des Gebäudes festgestellt. Außerdem gaben Anwohner an, dass sich noch zwei Personen in den Kellerräumen aufhielten. Der Angriffstrupp, wieder ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, ging zur Personensuche vor und konnte die zwei vermissten Personen retten und im Anschluss den Brand löschen. Zurück im Feuerwehrhaus stand noch einiges an Arbeit bevor. Schläuche und Gerätschaften mussten vom Einsatz der Nacht gereinigt und aufgeräumt und die Fahrzeuge nochmals auf ihre Vollständigkeit überprüft werden. Im Anschluss daran stand Zeit zur freien Verfügung, bevor ein gemeinsames Mittagessen in Form von HotDogs eingenommen wurde.

Zum Abschluss des Berufsfeuerwehrtages stand eine gemeinsame Übung mit der aktiven Einsatzabteilung auf dem Plan. Kurz zuvor wurden die Jugendlichen jedoch abermals durch das piepsen des Melders zu einem Verkehrsunfall nach Langenthal gerufen. Auf Anfahrt wurde allerdings von der Leitstelle der Einsatz abgebrochen, da die Kameraden aus Langenthal bereits vor Ort seien. Also wurde die Anfahrt abgebrochen und ins Gerätehaus zurück gekehrt. Auch dies kann im Realfall durchaus mal vorkommen.

Zur gemeinsamen Übung mit der Einsatzabteilung wurde sich dann um 14:00 Uhr getroffen. Als Übungsszenario hierbei wurde ein Brand sowie eine Menschenrettung am sehr schwer erreichbaren Klosterberg angenommen. Hierfür war es erforderlich eine Wasserförderung von der Wasserentnahmestelle am Neckar bis hoch zum Kloster zu gewährleisten. Diese, zum Teil schweißtreibende Aufgabe wurde parallel zur Menschenrettung durch die aktive Wehr bewerkstelligt. Hierzu wurden drei Pumpen eingesetzt und durch Schlauchleitungen verbunden um das Wasser mit ausreichend Druck bis hoch zum Kloster zu fördern. Dort übernahm die Jugend im Abschnitt „Brandbekämpfung“ die Löscharbeiten. Gemeinsam konnte so die Übung erfolgreich absolviert werden. Im Anschluss ließ man dem Abend gemeinsam bei gemütlichem Grillen am Feuerwehrhaus ausklingen um uns dann in die Ferien zu verabschiedeten.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die zahlreichen Helfern aus der Einsatzabteilung, welche uns tatkräftig bei der Vorbereitung, Durchführung und dem Aufräumen der einzelnen Übungen unterstützt haben, sowie Josef Beisel und Tobias Heinrich, für die Planung.

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